Tintenblut - Cornelia Funke

Titel: Tintenblut
Autorin: Cornelia Funke
Verlag: Dressler
Seitenzahl: 736, gebunden
Genre: Fantasy
Format: HC 15 x 21 cm , ebook, TB
Preis: 22,90 (HC)
ISBN: 978-3-7915-0467-4
Erschienen: September 2005
Reihe: Band 2 von 3
Ab 12 Jahren
Text und Illustrationen von Cornelia Funke
 Meggie las zum hundertsten Mal den Abschiedsbrief an ihre Eltern:
Liebster Mo! Liebe Resa!
Bitte macht euch keine Sorgen. Farid muss Staubfinger finden, um ihn vor Basta zu warnen, und ich gehe mit ihm. Ich will gar nicht lange bleiben, ich will nur den Weglosen Wald sehen und den Speckfürsten, den Schönen Cosimo und vielleicht noch den Schwarzen Prinzen und seinen Bären. Ich will die Feen wiedersehen und die Glasmänner - und Fenoglio. Er wird mich zurückschreiben. Ihr wisst, dass er es kann. Macht euch keine Sorgen. Capricorn ist ja nicht mehr dort.
Bis bald, ich küsse euch tausendmal, Meggie
 Staubfinger hat es tatsächlich geschafft. Er hat jemanden gefunden, der ihn zurück in seine Welt liest. Endlich ist er wieder zu Hause, nach zehn Jahren. Doch was er nicht weiß ist die Gefahr, die dort auf ihn wartet. Denn auch Basta ist zurück und hat es auf ihn abgesehen. Gemeinsam mit Farid macht sich Meggie auf die Reise in die Tintenwelt, nicht wissend, dass es dort so ganz anders ist, als es im Buche steht. Denn nicht alle Tintenweltler sind so, wie Fenoglio sie beschrieben hat. Längst hat die Geschichte begonnen, sich selber zu erzählen. Schon bald ist nicht mehr nur Staubfinger in Gefahr, sondern auch Meggies ganze Familie. Und Mo ...
 Toll. Ich habe lange darauf gewartet, dieses Buch zu starten und diesen Monat habe ich es endlich gekonnt. Neben Klausurenstress und Unikram war die Geschichte über die Tintenwelt mein Zufluchtsort und ich habe es genossen. Spannung und Witz lösten sich ab, die Tintenwelt einmal näher kennen zu lernen war eine tolle Reise und ich freue mich schon, wenn ich irgendwann auf den dritten Band stoße und die Geschichte beenden kann.
Auch hier gab es wieder einen roten Faden, der sich durch die Geschichte gezogen hat, bereichert durch einige neue und einige alte Zeichnungen der Autorin selbst. Wie auch in Band 1 wird erneut jedes Kapitel durch eine Überschrift und ein Zitat eingeleitet.
Schon der Einstieg in das Buch war interessant, hat einige neue Charaktere und somit Fragen aufgerufen und neugierig auf mehr gemacht. Das Cover besteht, wie auch bei Band 1, erneut aus einem Mosaik von Initialien, diesmal jedoch nicht rot, sondern grün. In der Mitte ist diesmal nicht die Zeichnung von Gwin, dem Marder, sondern die eines Vogels auf einem Buch.
Der Schreibstil von Cornelia Funke war wieder einfach zu lesen und man konnte sich durch die Geschichte treiben lassen, eintauchen, in diese Welt und den Alltag loslassen.
Spannung war permanent da, manchmal mehr, manchmal weniger, aber immer ausreichend. Auch die Protagonisten sind genau wie in Band 1 leicht zu identifizieren und jeder mit einem eigenen Charakter ausgestattet. Das Ende ist offen, was um so neugieriger auf Band 3 der Reihe macht. Was Maggie und all ihre Lieben wohl erwartet?
Obwohl das Buch im Genre Fantasy beheimatet ist, ist die Handlung sehr realistisch.
Da ich in der Zeit, in welcher ich das Buch gelesen habe, gerade für meine Mediävistik-Klausur (Mittelhochdeutsch) lernen musste, und dort die Buchgeschichte ein Thema ist, sind mir sehr viele parallelen aufgefallen. Viele Dinge, die ich gerade lerne, wie z.B. die Herstellung von Pergament und der Bezug zum Papier, warum ein Buch Buchschließen hat und auch das Leben im Mittelalter, werde in Tintenblut, genauer gesagt in der Tintenwelt selbst, immer wieder angerissen. Das fand ich sehr interessant. Dann ist das Studium ja vielleicht doch noch für etwas gut.
Das Genre passt jedenfalls wieder super und ich bin gespannt, wie die Reise weitergeht.
Tolle Fortsetzung des berühmten Tintenwelt-Romans.
Vier Berge von mir.

Cornelia Funke dürfte dein Meisten von euch zumindest namentlich bereits begegnet sein. Mit über 50 verfassten Büchern, die in 50 Sprachen ubersetzt wurden und über 26 Millionen mal verkauft wurden, gehört sie zu den international erfolgreichsten und bekanntesten deutschen Kinderbuchautoren und ist darüber hinaus eine der beliebtesten Autorinnen in Deutschland. Für ihre Werke erhielt sie bereits zahlreiche Auszeichnungen.
Geboren wurde sie am 10. Dezember 1958 in Dorsten (NRW). Erst spät begann sie mit dem Schreiben, denn zuvor schloss sie eine Ausbildung zur Diplom-Pädagogin ab und begann ein Grafikstudium. Nachdem sie lange Zeit in Hamburg gelebt hatte, zog es Cornelia Funke schließlich mit Mann, Kind und Hund 2005 nach Kalifornien.
Neben der Tinten-Trilogie erfand sie die Romane Drachenreiter, Herr der Diebe (mit welchem ihr der internationale Durchbruch gelang) und die Reckless-Reihe. 
Auch zahlreiche Kinderbücher und die Geschichte der "Wilden Hühner" oder "Hände weg von Missisippi" (beide bereits verfilmt) stammen von ihr.
Am 11. Dezember 2008 lief Iain Softleys Film "Tintenherz" in den deutschen Kinos das erste Mal. Der Spielfilm basiert auf dem ersten Band der "Tintenwelt-Trilogie" von Cornelia Funke.
Neben Brendan Fraser als Mo und Helen Mirren als Elinor, spielen Paul Bettany als Staubfinger und Elizia Bennet als Maggie mit.


Keine Kommentare: