Die Bücherdiebin - Markus Zusak

Titel: Die Bücherdiebin
Autor: Markus Zusak
Aus dem Englischen von Alexandra Ernst
Verlag: blanvalet
Seitenzahl: 608
ISBN: 978-3-442-37395-6
Format: TB Klappenbroschur
Genre: Roman
Preis: 10,99
Reihe: Nein
Im Alter von neun Jahren hat Lieses schon vieles verloren. Ihren Vater, einen Kommunisten. Ihre Mutter, die ständig krank war. Ihren Bruder Werner - auf der Fahrt nach Molching zu den Pflegeeltern. Als der Bruder stirbt, gerät sie zum ersten Mal in das Blickfeld des Todes. Und sie stiehlt ihr erstes Buch - ein kleiner, aber folgenreicher Ausgleich für die erlittenen Verluste. Dann stiehlt sie weitere Bücher. Äpfel und Kartoffeln. Das Herz von Rudi. Das von Hans und Rosa Hubermann. Das von Max. Und das des Todes. 
Denn selbst der Tod hat ein Herz.
  Liesels Leben ist alles andere als einfach. Geboren in einer Zeit, in der Deutschland vom Krieg beherrscht wurde und der Tod ein Dauerbesucher war. Mit 9 Jahren stiehlt sie ihr erstes Buch, der Kalender zeigt das Jahr 1939. Erzählt wird ihre Geschichte vom Tod persönlich, denn nachdem er ihr zufällig begegnete, lässt ihn ihre Geschichte nicht mehr los. Erst viele Jahre später erkennt er, wie oft Liesel ihm unbewusst begegnete und ihn doch niemals traf. Bemerkenswert sympathisch wird hier die Geschichte eines jungen Mädchens zur Zeit des Nationalsozialismus erzählt.

 Nachdem das Buch in Kino auftauchte wurde ich aufmerksam, doch erst als ich es auf dem Trödelmarkt fand, nahm ich es mit. Ich hätte es vermutlich lange nicht gelesen, wenn die Panem Challenge nicht gewesen wäre. Denn normalerweise schrecken mich Geschichten mit diesem Thema ab. Doch das Monatsthema der Challenge sind Bücher mit dem Bezug zu Büchern und Papier - was eignet sich da besser als "Die Bücherdiebin?"
Schon während des Lesens wurde ich immer interessierter an den Geschehnissen. Bewundernswert sind die vielen Details aus Deutschland, wo Mark Zusak doch in Australien, genauer gesagt Sydney, lebt. Hierfür erst einmal: Hut ab!
Die Geschichte selber, vom Tod erzählt, gefiel mir gut. Anfangs tat ich mich noch ein wenig schwer, das Vorwort war verwirrend und etwas durcheinander, doch als Liesels Geschichte hauptsächlich chronologisch erzählt wurde, bekam ich einen besseren Einstieg. Und legte das Buch kaum noch aus der Hand.
Trotz Unistress und lernen habe ich jede freie Zeit genutzt das Buch zu lesen.
Es gibt nicht sonderlich viel Spannung, da es meiner Meinung nach wenig Fiktion enthält, doch trotzdem hat Markus Zusak es geschafft Ereignisse und Geschehnisse perfekt zu portionieren, so das keine Langeweile aufkommt. Liesel wächst heran zu einer Teenagerin, mit Albträumen in der Nacht und einem neuen Papa mit Akkordeon. Dank ihm lernt sie das Lesen und findet Zugang zu Büchern und den Menschen, denen sie gehören.
Gemeinsam mit ihrem besten Freund Rudy, der immer versucht ihr einen Kuss abzuschwatzen, lebt sie in einer Zeit in der Juden verfolgt werden und Menschen kaputt aus dem Krieg kommen. Sich Familien unter der Hand des Führers zersplitten. Dennoch lernt Liesel wie wichtig es ist, die Menschen nicht nach ihrer Religion zu beurteilen, sondern ihrer Menschlichkeit. Durch ihre Bücher bekommt sie Zugang zu Menschen, die ihr im Leben viel gegeben haben.
Eine tolle Geschichte über die Zeit des Nationalsozialismus und die Kraft der Buchstaben und Worte. Dafür gibt es 3 Berge



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