8. Dezember - Spiegelherz (Marion Hübinger)

Das zweite Advent-Wochenende rückt näher und zumindest die Arbeitswoche haben die meisten nun fast erfolgreich hinter sich. Kurze Zeit um aufzuatmen und sich einer weiteren tollen Geschichte zu widmen. Diesmal geht es um "Spiegelherz" von Marion Hübinger. Viel Spaß damit und einen tollen Freitag euch. Ihr habt die Woche fast geschafft!


Spiegelherz

„Nein! Ich werde auf keinen Fall in ein Flugzeug steigen!“
Schon der bloße Gedanke daran, keinen Boden unter den Füßen zu haben, in schwindelnder Höhe über endlose Meere und Bergketten zu fliegen, und das in einem metallenen Kasten, dessen Anblick allein schon Platzangst auslösen kann, lässt mich hyperventilieren. Was ist dagegen das Passieren mit dem Spiegelexpress! Man steigt durch die Spiegeltür und nur einen Wimpernschlag später ist man an dem Ort angekommen, den man sich wünscht. Zumindest da, wo ich herkomme.
„Ich fürchte, es gibt keine andere Option, Schwesterherz. Um Urlaub zu machen, müssen wir fliegen. So wie alle anderen. Oder willst du, dass Connor merkt, dass wir noch nie geflogen sind? Immerhin hat er uns eingeladen, die Weihnachtsferien in dem Resort seiner Eltern zu verbringen“, flötet meine Schwester Ara mit ihrer hellen Stimme, die die Herzen aller Jungs zum Schmelzen bringen kann.
„Er hat dich eingeladen! Ich bin lediglich dein Anhängsel“, stelle ich klar und strubble mir durch mein kinnlanges frisch gestuftes Haar, das die Friseuse gestern Bob genannt hat. Ein merkwürdiger Name für eine Frisur.
Ara winkt ab. „Du wirst nicht die Einzige sein, die dort ist, Connor hat zig Cousins und Cousinen, also zieh nicht so einen Flunsch deswegen. Es tut nicht weh, neue Leute kennenzulernen.“ Ihre schwarz lackierten akkuraten Fingernägel prüfend, gibt sie noch eins oben drauf. „Und es wird endlich Zeit, dass du dich nicht mehr versteckst, Süße. Sogar Connor begreift nicht, wie du jeden Typen so hartnäckig abwimmeln kannst.“
Mehr als ein Schnauben habe ich nicht für ihre täglichen Ansagen übrig. Vela, sei doch nicht so langweilig, Vela, komm mit auf die Party, dann amüsieren wir uns, oder, schau mal, der Kerl steht auf dich, lass ihn nicht im Regen stehen. Ich bin nicht Ara, ich kann nicht so tun, als ob nichts geschehen ist. Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass meine quirlige Schwester diejenige ist, die Connor dazu gebracht hat, uns einzuladen, selbst wenn er jetzt glaubt, die Idee wäre seinem hohlen Kopf entsprungen. Ara würde niemals zugeben, dass sie sich nur auf diesen muskelbepackten Strahlemann eingelassen hat, um Canis, ihren Spiegelpartner, zu vergessen. Der Gedanke an Canis entlockt mir ein Seufzen, denn unweigerlich muss ich an all jene denken, die wir verloren haben.
„Ich hasse Familientreffen, und an Weihnachten ganz besonders. Wären wir doch nur in Spiegelland geblieben!“
Um Aras Mundwinkel zuckt es leicht. Ich weiß, dass ich Spiegelland, unser Zuhause, in ihrer Gegenwart nicht mehr erwähnen soll. Sie weigert sich standhaft, jedes Zeichen von Schwäche zuzulassen. Als ob sie sich einen spiegelglatten Panzer um ihr Herz gepflanzt hat.
„Was soll das, Vela! Kannst du nicht endlich mit dem ewigen Gejammer aufhören! Wir sind jetzt schon seit dem Sommer hier auf der Erde und daran wird sich auch nichts mehr ändern, hörst du? Versuch, ein wenig Spaß zu haben! Wir sind beliebt, keiner schreibt uns mehr was vor, Malibu und das College hier, wir hätten es schlechter treffen können!“
Meine Schwester fuchtelt mit ihrem Flugticket vor meiner Nase herum, und ich denke nur, dass es mir egal ist, ob mich irgendwer mag.  In ihrem bodenlangen Kleid mit dem Blumenmuster, den Highheels und ihrem übertriebenen Gehabe hat Ara etwas von einem dieser amerikanischen Filmstars an sich. Als ob sie diese kopiert, denn nichts daran ist echt. Wir kommen nun mal aus Spiegelland, einem Land hinter dem Ewigen Eis, von dessen Existenz die Menschen keinen blassen Schimmer haben, und in dem jeder Mensch seinen vorbestimmten Weg hat. Und doch warten wir gerade mit unseren gepackten Koffern vor dem College, bis irgendwer vom Cab-Service auftaucht und uns abholt. Unser Ziel ist der Flughafen von Los Angeles, falsch, ich muss mich korrigieren, unser Ziel liegt irgendwo an einem Strand in einem fernen Land namens Indonesien. Und allein schon die Vorstellung setzt bei mir eine gehörige Portion Stresshormone frei.
„Wünscht du dir nicht manchmal, wieder zurück zu können?“ Meine Stimme klingt auf einmal gläsern, so als könnte sie im nächsten Moment zerbrechen.
Abrupt reißt Ara ihren Kopf hoch, die kupferroten Haare verlieren für einen winzigen Augenblick den perfekten Look. „Wie? Was soll das, Vela?“
Sie funkelt mich an, wie es nur jemand mit einem Augenstern vermag, so gleißend hell, dass es mir den Atem raubt. Doch das hält nur kurz, denn schon schweift Aras Blick wieder auf ihr Smartphone, weil sie es zum hundertsten Mal nach einer Nachricht von Connor prüft. Ihr Freund ist schon vor zwei Tagen nach Bali geflogen, seine Eltern haben darauf bestanden. Schlechtes Timing, da ich noch mein Bühnenmodell fertigstellen musste. Direkt im Anschluss an die Ferien werden die Proben beginnen. Alice im Wunderland. Ausgerechnet dieses Stück. Und ausgerechnet mein Modell einer Spiegelwelt, das ich bei der Ausschreibung für das Theatre Festival in Los Angeles eingereicht hatte, wurde ausgewählt. Als ob ich mich überhaupt hatte anstrengen müssen! Wer, wenn nicht Ara oder ich wissen, wie es im Spiegelland wirklich aussieht!
„Ich meine, dass ich keinen Urlaub brauche, und…“, ich hole tief Luft, um mich gegen Aras empörten Gesichtsausdruck zu wappnen, „ dass ich immer noch keine Lust habe, mit irgendwelchen Leuten in einem fremden Land Weihnachten zu feiern. Der ganze Kitsch hier, die bunten Plastikbäume, die Rentiere und verkleideten Weihnachtsmänner, das reicht schon völlig, aber jetzt soll ich auch noch….“
„Das hatten wir doch schon zur Genüge besprochen, Vela! Wir machen genau das, was man von uns erwartet. So fallen wir am wenigsten auf.“
„Bla, bla, sagt meine tolle Schwester. Hast du ein Glück, dass du eine Eiseszeit älter bist als ich und für uns entscheiden darfst.“ Wütend trete ich mit meinen schwarzen Lackstiefeln gegen den Koffer. Nicht zum ersten Mal wünsche ich mir, wieder zurückkehren zu können.  
Ich sehe an mir herunter. In der engen Jeans und dem hellbraunen Strickpullover, der der nichtssagenden Farbe meiner Haare ähnelt, fühle ich mich immer noch fremd. Wo ich herkomme, tragen wir weiße luftige Kleider, in denen sich das Spiegellicht einfangen lässt, um uns die nötige Wärme zu spenden. Und niemand will den anderen in seinem Aussehen übertrumpfen. Frustriert kaue ich auf meiner Lippe herum, weil ich am liebsten die Augen vor der Wahrheit verschließen möchte. Als ob es jemals wieder so werden könnte wie früher. Als das Spiegelland noch nicht am Aufbrechen war, nicht eine gespiegelte Fläche nach der anderen unter dem Druck der ansteigenden Kälte zerborsten ist und ein großer Teil der Spiegelbilder von den Fluten des Eiswassers mitgerissen wurde. Wir sind die Letzten einer Gemeinschaft. Geboren unter den Sternen, aufgewachsen in dem Wissen, wir Spiegelbilder wären einzigartig, Ara und ich verdanken unsere Rettung einzig der Tatsache, dass wir zu Forschungszwecken auf die Erde geschickt wurden. Wir erhofften uns von den Menschen Antworten auf die Frage, wie das Spiegelland zu retten sei, da auch die Erde um ihr Überleben kämpft.
„Kommst du, Vela?“
Die Aufforderung reißt mich aus meinen qualvollen Gedanken. Wie gern würde ich die Menschen wach rütteln, ihnen zeigen, was passieren wird, wenn sie auch in Zukunft nur an sich selbst denken. Ara meint, es wäre nicht unsere Aufgabe, ihnen zu helfen. Wir würden auch den Untergang der Erde überleben und eine neue Welt für uns finden. Doch warum sonst haben wir beide überlebt? Nachdenklich folge ich dem Cabdriver, der endlich eingetroffen ist und uns jetzt die Autotür aufhält.
„Du hast Angst, oder?“, raunt mir Ara zu, als wir in der Limousine Platz genommen haben. Auf einmal fühle ich mich kraftlos. Egal, was ich jetzt sage, wir werden trotzdem fliegen. Stumm blicke ich aus dem Fenster und lasse die weihnachtlich herausgeputzten Straßen der Stadt an mir vorüberziehen.
„Ich weiß, dass du dich fürchtest, Vela. Aber das Spiegelland… es… existiert nun mal nicht mehr. Kein Spiegelexpress mehr. Die Passage, sie ist für immer zerstört.“
Ich deute ein Nicken an.  Eines, das sie meinetwegen als Bestätigung ansehen kann. Aber trotzdem weiß meine Schwester nichts davon, wie tief diese Angst in meinem Spiegelherz sitzt. Die Angst zu vergessen, wie es sich angefühlt hat, morgens mit dem Nebel in den Spiegelsee zu tauchen und sich Tag für Tag zu erneuern. Niemals zu erfahren, wer mein Spiegelpartner geworden wäre, weil ich noch nicht ganz siebzehn Eiseszeiten erlebt habe. Und zu wissen, dass ich loslassen muss, was war, um das anzunehmen, was ist.

„Du sitzt nur vier Reihen hinter mir, Vela, ist doch kein Problem, oder sollen wir jemanden bitten zu tauschen?“
Schon seit dem Einchecken verfluche ich meine Schwester, weil sie es nicht geschafft hat, uns Plätze nebeneinander zu besorgen. Aber ein bisschen Stolz besitze auch ich. „So weit kommt´s noch!“
Genervt quetsche ich mich an meinem Vordermann vorbei, der in aller Seelenruhe sein Handgepäck verstaut und suche meinen Platz. Direkt am Fenster. Ich schlucke, vielleicht hätte ich lieber mit Ara tauschen sollen. Muss ich etwa die ganze Zeit auf diesen dämlichen Tragflügel starren?  Was, wenn er in der kalten Luft vereist und die Triebwerke ausfallen?  Ich merke noch, wie der Sitz am Gang von einem älteren Herrn belegt wird, doch dann stülpe ich mir meine Kopfhörer über die Ohren und drehe Sia laut auf. Eine der wenigen Errungenschaften der Menschen, die mir gefällt.  Stundenlang kann ich mich durch die Musikvideos scrollen, und schließe die Welt um mich herum mit sphärischen Klängen, harten Beats oder wilden Raps aus. So wie gerade jetzt. Um nicht an den Moment zu denken, wenn das Flugzeug sich vom Boden abhebt und die Unendlichkeit des Alls berührt.
Vielleicht hätte ich sonst schneller kapiert, dass sich etwas verändert hat. Vielleicht hätte ich dann der Unruhe neben mir mehr Bedeutung geschenkt. Doch so habe ich den Seufzer des Jungen überhört, mit dem er sich auf den mittleren Platz fallen lässt. Einer, der meinen eigenen sehr ähnelt. Es hat exakt so lange gedauert, bis mich die Stewardess fragt, was ich trinken möchte. Erst in dem Moment streifen meine dunklen Augen, in denen das Licht eines einzelnen Sterns funkelt, die ineinander gekneteten Hände meines Sitznachbars und zeitgleich seinen starr nach vorne gerichteten Blick. Was ihn mir auf Anhieb sympathisch macht. Der Ärmste, hat ja ganz schön Panik.
Vergessen meine eigene Angst. Auf einmal richte ich meine ganze Aufmerksamkeit auf jede noch so winzige Bewegung des Jungen, der die siebzehn Eisesjahre sicher schon überschritten hat. Ich beobachte ihn aus den Augenwinkeln, doch er ist viel zu sehr mit seiner eigenen Angst beschäftigt, um es zu bemerken.
„Du kannst meine Kopfhörer haben“, sage ich großzügig und wundere mich selbst, wie souverän ich klinge. So gar nicht nach der Vela, die nicht einmal in dieses Flugzeug steigen wollte. Auf einmal ist es mir viel wichtiger, dass es dem Jungen besser geht.
Seine Augen erinnern an Karamellschokolade. Und davon verdrücke ich, seit ich hier lebe, so viel, dass ich bisweilen Bauchschmerzen bekomme. Aber gerade jetzt zwickt mein Bauch aus ganz anderen Gründen, denn der überraschte Blick durch die schwarzen Brillengläser bringt mich tatsächlich in Verlegenheit. Mich, ein Spiegelbild! Es ist, als spiegle sich seine Seele darin. Oder meine? Die Verwirrung treibt mir eine seltene Röte ins Gesicht.
„Ich meine nur, falls du dich ablenken willst“, ergänze ich leise. „Ich kenn das,  mir hilft Musik dabei.“
„Was hörst du denn?“
Der Typ geht nicht darauf ein, dass ich ihn der Flugangst bezichtige. Vielleicht liege ich auch komplett falsch. Aber egal, seine Frage ist nur der Anfang eines langen Austausches über verschiedene Musikrichtungen, Bandnamen, von denen ich zum Teil noch nie gehört habe, und Musikfestivals, zu denen ich unbedingt gehen sollte. Von Mal zu Mal wundere ich mich mehr, wie einfach es sein kann, sich mit einem wildfremden Menschen im Flugzeug zu unterhalten und dabei alles um sich herum zu vergessen. Sogar die Zeit. Und davon hatte ich viel, dachte ich am Anfang. Ganze Zweiundzwanzig qualvolle Stunden und noch weitere fünfzig Minuten. Doch jetzt kann mir der Flug nicht lange genug gehen. 
„Leo“, sagt er, als ich ihn irgendwann nach dem Essen und einer zweiten Runde Getränke nach seinem Namen frage.
Auch ein Sternbild, blitzt es in meinem Kopf auf. Ob das ein Zeichen ist?
„Ich heiße Vela, abgekürzt Vel, benannt nach einem der achtundachtzig Sternbilder, und ich hasse fliegen.“ Jetzt nicht mehr, füge ich im Stillen hinzu.
Sein Lachen bringt winzige Falten an seinen Augen und schöne Zähne zum Vorschein, so erfrischend wie ein Spaziergang auf dem zugefrorenen Spiegelsee. Das unerwartete Knistern, die Spannung, wann und wo ein neuer Riss unter den Füßen entsteht, die in das strahlende Licht gebadete Oberfläche des Sees, ich kann sie nicht verhindern, diese Bilder aus Spiegelland. Sie kommen und gehen von allein. Fast ist es so, als ob die Gegenwart des Jungen alles Verlorene wieder zum Leben erweckt. Doch gerade jetzt haftet ihnen nichts Trauriges mehr an.
„Ich feiere Weihnachten mit Freunden auf Bali. Wir treffen und dort schon das zweite Jahr, weil wir zusammen Musik machen.  Wir kennen ein paar Leute, mit denen wir jammen wollen, vielleicht hast du ja Lust vorbei zu kommen?“ Leo trommelt mit den Händen auf seinen Knien herum, das macht er nicht zum ersten Mal.  
„Cool, warum nicht.“
Mein Spiegelherz wusste bislang nicht, dass es fürchten muss zu zerbrechen, doch es schlägt mit aller Gewalt gegen meine Brust. Wenn Ara davon wüsste, grinse ich in mich hinein. Was hat sie nochmal auf der Fahrt zum Flughafen behauptet? Ich würde lieber mit dem Spiegelexpress passieren als ein Flugzeug zu betreten? Wie sehr sie sich doch getäuscht hat! Oder auch ich, wie man es nimmt.
Leo hebt kurz vor der Landung seinen Plastikbecher mit dem Rest Cola hoch und stößt meinen damit an. „Lass uns ein Selfie machen, Vela! Das wird unser ganz spezielles Christmas Photo.“

Als ich zusammen mit Ara vor der Gepäckausgabe stehe, umarmt mich plötzlich jemand von hinten und raunt mir ein eiliges merry christmas ins Ohr. Ich drehe mich um und sehe noch einmal in das wärmende Braun  von Leos Augen, die von Abenteuer und  Lust auf so vieles erzählen. Es ist das letzte Mal, dass ich sie sehe, aber er kann mir kein schöneres Geschenk machen. Vor allem, weil ich meine Schwester noch niemals sprachlos erlebt habe.


Fragebogen

Stell dich bitte einmal kurz vor. Woher kommst du, wie heißt du und wie alt bist du?
Ich bin eine Wanderin, geboren in Ulm, aufgewachsen am Bodensee, und nach ein paar Zwischenstationen zwecks Ausbildung in München gelandet

Hast du ein Pseudonym?
 Nein

Was sind deine Hobbys? 
Es gibt wohl keinen Tag, an dem ich nicht lese, lesen ist Hobby und Beruf zugleich. Ich tanze regelmäßig, und singe auch gern im Chor

Was ist dein Beruf?
Buchhändlerin

Schreibst du schon länger? 
Ich schreibe erst seit 5 Jahren und bin megahappy, dass meine Geschichten so schnell ein Zuhause in den Verlagen finden

Wann hast du mit dem Schreiben angefangen und was hat dazu geführt?
Geschrieben habe ich schon immer, schon als Jugendliche Briefe, Gedichte, Tagebuchseiten voll, später kleine Geschichten für meine Kinder. Warum es ein erstes Buch wurde? Irgendwie konnte ich plötzlich nicht mehr aufhören zu schreiben, hatte so viel zu erzählen und auch die nötige Zeit dazu. Ich behaupte, schreiben ist für mich wie atmen, es geht von ganz allein und macht mich glücklich.

Was ist dein Traumberuf?
Ich wollte immer Schriftstellerin werden, also das kann ich von meiner Liste dann mal abhaken.

Hast du bereits etwas veröffentlicht? Was und Wo?
Mein Debüt Farben der Dunkelheit bei Carlsen/Impress 2014 wird gerade überarbeitet und neu erscheinen, 2015/2916 ist meine Trilogie Soul Colours  ebenfalls bei Carlsen/Impress erschienen, und dieses Jahr durfte ich mich über mein erstes Print Water Love im Drachenmond Verlag freuen

Was hast du zuerst?  Titel oder Geschichte?
Titel, ohne den kommt meine Geschichte nicht in Fahrt

Wie bist du auf die Idee für diese Geschichte gekommen?
Der Titel von meinem aktuellen Buch Water Love verrät  schon viel, mich inspiriert auf jeden Fall, wenn ich irgendwo am Wasser sitze. Die Vorstellung, wegen des Klimawandels nicht mehr auf der Erde und stattdessen in riesigen Unterwasserschiffen zu leben, ist tatsächlich am Bodensee entstanden. Ich mag es dystopisch, weil sich darin auch eine Botschaft verstecken lässt, was alles in Zukunft passieren könnte, wenn wir nicht besser auf uns und die Welt achten…

Hast du einen Blog?
Ja, ich habe mit Erscheinen des 1. Buches einen Autorenblog kreiert, noch völlig unbedarft und auch nur semiprofessionell, er nennt sich; Phantastik,Spannung,Romantik - Willkommen in meiner Buchwelt , weil das einfach zu dem passt, was ich lese und auch schreibe.

Seit wann bloggst du schon?
Ich nenne es für mich eigentlich gar nicht bloggen, aber ja, ich blogge seit 2014 und schreibe über alles, was mich als Autorin angeht, aber ich stelle auch Buchbesprechungen ein von Büchern, die mich begeistert und es in mein Buchregal geschafft haben.

Planst du ein neues Buch? Worum geht es?
Ja, im Frühjahr 2018 wird ein neues Buch erscheinen, dieses Mal habe ich mich noch tiefer in die Fantasy gewagt, habe eine eigene Welt mit eigener Sprache erschaffen

Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen?
Würde es jemanden wundern, wenn ich Fantasy sage?! Historische Bücher mag ich aber auch ab und zu gern, und beruflich lese ich überwiegend  Krimi und Jugendbuch

Hast du Autorenvorbilder?
Darüber habe ich nicht wirklich jemals nachgedacht, aber ich verehre Tolkien, weil Herr der Ringe meine absoluten Lieblingsbücher sind

Hast du allgemeine Vorbilder?
Ich mag Menschen, die sich für andere einsetzen, etwas bewegen wollen

Wer ist dein Alltagsheld und warum?
SOS Kinderdorfmütter, weil ich deren Engagement und Herzlichkeit für Kinder in Not sehr schätze. Ich habe einen afrikanischen Jungen bis zum Erwachsenenalter begleiten können und viel über die Arbeit in den SOS-Dörfern erfahren

Was ist dein Lieblings-Schreibplatz?
Am Meer, da kann ich ewig schreiben und die Welt um mich herum vergessen

Was ist dir wichtig im Leben?
Ein friedvoller Umgang der Menschen miteinander, Frieden in der Welt

Hast du ein Lieblingszitat oder Lebensmotto? Welches?
„Wohin du auch gehst, gehe mit ganzem Herzen.“ Ist eine buddhistische Weisheit, die mir wichtig ist, weil man nur so ehrlich mit sich und den Menschen umgehen kann

Welche Fehler verzeihst du am ehesten?
Bei anderen? Hm, wenn mir jemand kurzfristig ein Treffen aus wichtigen Gründen absagt

Was hörst du am liebsten für Musik?
London Grammar höre ich ab und zu beim Schreiben, Sia mag ich auch gern, überhaupt, eine Bloggerin hat mir eine total tolle Playlist zu meinem Buch Water Love zusammengestellt, die ist der Hammer https://beautyandthebook26.wordpress.com/2017/09/16/my-bookish-music-4/

Bei welcher Musik bekommst du die Krise? 
Heavy Metal, das ist mir echt zu heavy

Was ist deine Lieblingsfarbe? 
Blau

Wenn du dir eine übernatürliche Gabe aussuchen dürftest, was wäre das?
Ich würde gern die Gedanken der Menschen lesen können

Spielst du ein Instrument?
Zählt meine Stimme als Instrument? Ich singe schon im Chor, seit ich in der Grundschule war

Der perfekte Ort zum Lesen?
In einer Sanddüne am Meer

Irgendwelche letzten Worte?
Ich fühle mich gerade wie ausgequetscht von all den Fragen, aber wenn irgendwer das alles liest und dann noch neugierig auf meine Bücher wird, dann hat es sich doch voll gelohnt, denn ihr da draußen seid es, für die ich schreibe

Wo willst du in 10 Jahren sein?
In einem schottischen Cottage Bücher schreiben

Irgendwelche verrückten Merkmale?
Da muss ich passen, außer, dass man mich kaum ohne Buch in der Hand kennt

Wie viele Bücher liest du im Monat durchschnittlich? Was gibst du dafür monatlich aus?
Ich lese im Monat sicher zwanzig Bücher und mehr, manche aber nicht zu Ende, weil ich von Berufswegen auch mal entscheide, dass das Buch nichts ist

Rezensierst du Bücher die dir gefallen haben?
Ja, ich rezensiere auf Lovelybooks und auf meinem Autorenblog, am liebsten wirklich Bücher, die mich begeistern

Würdest du gerne mal einen Autor/eine Autorin treffen?
 Jane K. Rowling, ich bin schon auf ihren Spuren in Edinburgh gewandelt

Wie stehst du zu Lesungen?
Ich erlebe viele Lesungen durch meine Arbeit als Buchhändlerin und mag es, wenn ein Buch durch den Autor noch mal eine ganz eigene Note bekommt. Ich selbst lese für mein Leben gern anderen vor, meinen eigenen Kindern, anderen Kindern in der Schule oder im Kindergarten, also würde es mir gar nichts ausmachen, auch aus meinen eigenen Büchern vorzulesen

Print oder ebook? 
Liebend gern ein Buch, in dem ich hin und her blättern und eines meiner wunderschönen Lesezeichen reinlegen kann

Fernseher oder Radio? 
Fernseher

Zelt oder Hotel? 
Hotel

Hörbuch oder selber lesen? 
Selber lesen

Taschenbuch oder Hardcover? 
Taschenbuch, kann man leichter überall hin mitnehmen

Sommer oder Winter? 
Sommer, ich friere nicht so gern

Frühling oder Herbst? 
Herbst wegen der Farben, dem knisternden Laub und der besonderen Stimmung

Kaffee oder Tee? 
Tee in allen Lebenslagen und für jede Stimmung eine andere Sorte!!

Hund oder Katze? 
Katze

Zigarette oder Kaugummi? 
Mag ich beides nicht

Apfel oder Birne? 
Birne ist süßer

Kleid oder Hose? 
Kleider trage ich im Sommer gern

Wärmflasche oder Heizkissen? 
Wärmflasche

Theater oder Kino? 
Kino, aber leider viel zu selten

Schokolade oder Gummibärchen? 
Schokolade

Süß oder herzhaft? 
Süß, danach herzhaft, weil es mir zu süß wird

Vampir oder Werwolf? 
Werwolf

Auto oder Fahrrad? 
Fahrrad (Quest: über 20 Jahre ohne Auto in der Großstadt gelebt!!)

Fliegen oder Zug fahren? 
Zug fahren

Weihnachten oder Ostern? 
Ostern

Pizza oder Pasta? 
Pizza

Tag oder Nacht? 
Nacht

Obst oder Gemüse? 
Gemüse

Träumer oder Realist? 
Träumer

Gitarre oder Klavier? 
Klavier, könnte ich gern spielen, hab aber die Klavierstunden als Kind geschwänzt

Duschen oder Baden? 
Baden mit wunderschönen Ölen und Düften

Land oder Stadt? 
Land (obwohl ich in der Stadt wohne, im Urlaub gern ruhig und entspannt ländlich)

Shoppen oder Online-Shoppen? 
Auf keinen Fall online

Jeans oder Jogginghose? 
Am Tage Jeans, am Abend Jogginghose

Glas halb voll oder halb leer? 
Ich kann nur positiv, also immer halb voll

Familie oder Freunde? 
Familie, aber meine Freunde sind auch so etwas wie meine Familie

Essen gehen oder selber kochen? 
Selber kochen, am liebsten mit Freunden zusammen

Party oder Sofa? 
Mein rotes Sofa

Eis oder Kuchen? 
Kuchen, ich backe schrecklich gern

Groß oder klein? 
groß

Lange oder kurze Haare? 
Lange Haare

Brille oder Kontaktlinsen? 
Wenn ich eine brauchen werde, dann Brille

Wohnung oder Haus? 
Eine gemütliche Wohnung

Pflanzen oder Fleischesser? 
Pflanzen

Mama oder Papa? 
Kinder, gilt das auch?!

Hochziehen oder Nase putzen? 
Nase putzen (was sind denn das für Fragen, hm???)

Vanille oder Schoko? 
Schoko


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