Montag, 30. Januar 2017

Jetzt wird es ernst!

Endlich! Nachdem heute überraschend die Uni ausgefallen ist, habe ich mich trotz fetter Erkältung und dröhnenden Kopfschmerzen an meinen Laptop gesetzt und volle sechs Stunden den Rest meines Manuskriptes überarbeitet. Dabei habe ich mir gleich die Kapitelinhalte rausgeschrieben und nun, da ich ENDLICH FERTIG bin, kann ich die kommenden Tage das Exposé schreiben und anschließend alles auf Reise schicken. Ich bin aufgeregt und gespannt. Ich bin unfassbar stolz auf dieses Werk, ich lese es gerne und bin hin und wieder selber überrascht, was mein Protagonist so alles erlebt :D Eigentlich wollte ich das Buch anfangs gar nicht schreiben, aber es hat sich dazwischen gemogelt. Jetzt bin ich froh drum, freue mich aber auch auf neue Projekte. Es war eine spannende Reise, vor allem, weil es diesmal kein Fantasy und Science-Fiction ist, ich ein wenig anders an das Schreiben gegangen bin und auch anders recherchiert habe,
Im Februar werde ich euch einige Zitate aus dem Werk zu lesen geben und bin gespannt auf eure Meinung. Ich hoffe sehr, es findet ein Zuhause in einem tollen Verlag. Jetzt muss ich aber dringend mit einer heißen Tasse Erkältungstee ins Bett, damit ich auch wirklich fit bin!
Schlaft gut ihr da draußen!

Eure Shanti M.C. Lunau

Samstag, 14. Januar 2017

Die erste Buchmesse - November 2016

Es ist schon eine Weile her, doch jetzt möchte ich einmal die Zeit nutzen und euch von meiner ersten Buchmesse erzählen. Das war die Buchmesse Buch.Berlin im November und ich war das erste Mal als Autorin (und auch als Leserin) bei so etwas dabei. Was soll ich sagen, es war ein tolles Erlebnis. Aber ich fange am Besten vorne an :)

Los ging das Ganze mit der Buch-Berlin-Tagung im Estrel. Am Freitag dem 17. November fand die in Berlin statt und zwar parallel für Verlage und für Autoren. Ich war schon richtig aufgeregt und habe mich als Teil von etwas großem gesehen, als ich mein Namensschild bekommen habe. Das war wirklich cool. Bei der Tagung selber habe ich mich teils aber ein wenig gelangweilt, denn einige Vorträge waren schlicht und ergreifend langweilig, haben sich sehr gezogen und waren einfach nicht gut vorgetragen.


Trotzdem habe ich natürlich fließig mitgeschrieben, damit ich mich später damit befassen kann :)


Als der kostenlose Messekatalog ausgeteilt wurde, habe ich natürlich gleich hinein geschaut und meine Anzeige entdeckt. Der Stolz in meiner Brust ist ziemlich gewachsen und ich habe mich endlich zugehörig gefühlt. Absurd, ich weiß, aber ich war da und es passierte wirklich und ich fand es toll und aufregend und ... seufz.



Jedenfalls war das alles am Abend zu ende und ich habe zuhause auf meine Mama und meine Patentante gewartet. Die haben mich über das Wochenende besucht und mir dabei geholfen meinen Stand aufzubauen und die Bücher zu transportieren. Und damit ging es am Samstag auch schon in aller Frühe los mit dem Aufbau.
Nachdem die Bücher mit dem Lastenaufzug im Hotel untergebracht waren, wurde der Tisch gesucht (bei mir Nummer 112) und aufs Feinste dekoriert. Neben den Büchern, die ich versuche musste aufzustapeln, ohne dass es wie eine Mauer aussieht, gab es auch einige Leseproben, die meine Mama netterweise für mich gedruckt hat. Die gingen weg, wie warme Semmel und bestätigen mich dabei, diese jetzt auch hochwertiger drucken zu lassen. Außerdem gab es meine Lesezeichen, die sehr gut ankamen. Den sie sind nicht aus Papier, sondern auch noch beschichtet. Das macht sie hochwertiger, langlebiger und durch ihre Länge auch ideal für das Buch. In der Mitte steht ein Fläschchen mit Bernsteinblut, was die Besucher interessiert musterten. Und natürlich durften die "Zeilenspringer-Buttons" nicht fehlen, die ich in einem kleinen Schälchen aufgestellt habe. Jedem "Oooooh-Buttons!-Rufer habe ich dann auch ganz nett von der tollen Facebook-Gruppe von Pierre Petermichl erzählt, die schon lange mehr ist als ein Sammelort von Bücherfreunden und einen Besuch definitiv wert ist!)


Tja und dann ging das Ganze auch schon los. Das Besondere an der Buchmesse in Berlin, im Gegensatz zu Leipzig oder Frankfurt, ist, dass man hier seine Bücher direkt an seinem eigenen Stand verkaufen darf. Man muss also vor allem als SP keine zusätzlichen Prozente abgeben. Viele Besucher waren ganz überrascht, denn die Buch.Berlin ist ja auch noch gar nicht so alt. Ich war wirklich aufgeregt, als die Leute kamen und stehen blieben, Fragen stellten und das Buch lobten. Vor allem der Einband hat viele angesprochen, da es ein hochwertiges Hardcover ist. Das schwarze Zeichen hebt sich optisch und strukturell vom Rest ab und auch der Buchrücken ist durch seine gerade Bindung sehr gut, denn so entstehen auch nach mehrfachen Lesen keine Leserillen. Die Farben wurden sehr gelobt und lockten viele Interessenten an, da es in der Masse auffiel und ich kam aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus. 


Erschöpft, aber glücklich, schlief ich an diesem Abend in meiner Wohnung ein, bevor es am nächsten Tag wieder weiter ging. Leider hat die Ringbahn, der einzige Weg um zum Hotel zu kommen, an diesem Wochenende Probleme gemacht. Außerdem gab es noch eine Parallelveranstaltung in Berlin am gleichen Wochenende, was besser erreichbar war. Ich glaube, das dadurch viel weniger Menschen gekommen sind, als es sonst geworden wären. Aber für mein erstes Mal fand ich es schon atemberaubend. Für den zweiten Tag wollte ich meine Deko etwas abwandeln, vor allem für die, die schon am Samstag da waren. Also wurden neben den Stapeln noch mehr Buttons verteilt, außerdem Karamell-Bonbons und Merci-Schokolade. Durch die goldenen Verpackungen, passten sie irgendwie gut zum Cover :D








Vor allem die Gespräche mit den vielen Gästen (und auch Käufern) haben mir wirklich gut gefallen. Ich selber habe mich auch auf der Messe umgesehen und fand es toll die Menschen hinter den Büchern kenne zu lernen und mich über das Schreiben zu unterhalten. Auch von meinen Erfahrungen und Ideen zu berichten war toll und das Interesse in den Augen des Gegenübers gibt einem enorme Motivation weiter zu machen.


Nachdem auch hier die Messe um 18 Uhr vorbei war, somit insgesamt 16 Stunden Messe an diesem Wochenende, ging es unter einigen Umständen nach Hause. Die Bahn fuhr ja nicht, die Taxifahrer waren unfreundlich und der Bus planlos. 
Ich wollte tatsächlich ein Taxi nehmen und freundlich wissen, wie viel es ungefähr kosten würde zu meiner Wohnung zu fahren, da ich nicht wusste, ob mein Geld reichte. Der erste Taxifahrer hat mir gar nicht geantwortet, sondern ist mit einer anderen Dame einfach davon gebraust, die hinter mir aus dem Hotel kam. Der zweite Taxifahrer hat zwar nachgesehen, wollte mich aber über 400 Kilometer weg schicken. Ich war mir sehr sicher, dann nicht bei meiner Wohnung anzukommen. Auf meine Fragen hin wurde ich enormst angeschnauzt, dass ich ihm gerade alle Kunden vergraulen würde, weil diese nun nicht mit ihm fahren könnten, da ich ja da stand (mal davon abgesehen, dass er das einzige Taxi war, das in diesem Moment vor dem Eingang stand und er eh eine Raucherpause gemacht hat). Daraufhin habe ich gesagt: "Gut, ich wäre auch eine potenzielle Kunden gewesen. Schönen Abend noch." Und habe beschlossen mit dem Bus zu fahren. Denn wenn eine S-Bahn ausfällt gibt es meistens einen Ersatzbus. Denkste. Mit meinem Koffer voller Bücher bin ich also kreuz und quer gelaufen und musste mir von Busfahrerinnen, die ich fragte ob denn der Bus in meine Richtung fahren würde, ein genervtes: "Weiß ik doch nüscht. Willste jetz mit oder wat?" anhören bin und irgendwann dann tatsächlich in der Wohnung angekommen. 
Müde aber glücklich habe ich mir, wie versprochen, sogleich Instagram erstellt, ehe ich mich zufrieden auf dem Sofa ausgestreckt habe. Es ist überraschend wie anstrengend es sein kann, den ganzen Tag auf einer Messe zu sitzen.


Natürlich bin ich auch nicht ohne neue Bücher gegangen. Vom Drachenmondverlag sind viele Bücher auf meiner Wunschliste gelanden, wo ich sie endlich einmal alle in Natura anschauen konnte. Von einer jungen Autorin kaufte ich das Buch "Baro", habe aber nach wenigen Seiten erst einmal abgebrochen, da es mich nicht so wirklich mitgenommen hat. Ich werde aber bei Zeiten einen neuen Versuch wagen, wenn mein Kopf bereit für diesen Inhalt ist. 


Von meiner Mama habe ich dieses Erwachsenen-Mandala-Buch bekommen. Hier wurde das ABC mit vielen verschiedenen Mustern verschönert und wird in Farbe bestimmt toll aussehen. Zumal alle Bilder darin handgezeichnet wurden.


Und ein Buch stach mir ins Auge, denn diese Geschichte klingt nicht nur herzergreifend. Ich musste dabei direkt an eine gute Freundin von mir denken, die solche Themen sehr gerne liest und habe es gleich weitergegeben. Ich selber bin auch nicht abgeneigt, aber muss mich immer auf solche Geschichten vorbereiten und derzeit kann ich mir dieses Thema nicht antun. Aber ich behalte es im Hinterkopf!


Alles in allem war diese Messe für mich ein Erfolg. Meine Bücher haben ein neues Zuhause gefunden, ich habe Kontakt zu Lesern bekommen und durfte dabei sein. Ich habe Blut geleckt, was Messen angeht, mir Motivation geholt, nun endlich das ebook heraus zu bringen (bald kommt es!) und mit meinem neuen Projekt auf Verlagssuche zu gehen. Bald schicke ich die ersten Bewerbungen los!
Hier schon einmal ein Zitat aus dem neuen Projekt.
Bis dahin alles Liebe euch und ein schönes neues Jahr!

Ich bin stinksauer!

Hallo ihr da draußen. 
Heute möchte ich mich mal einem Thema widmen, dass nichts mit Schreiben zu tun hat, aber jetzt wieder aktuell wird und mich zu tiefst traurig macht. Es geht um das Dschungelcamp und um es vorab zu sagen: Nein, ich schaue mir diesen Mist nicht an. Aber in den Nachrichten stößt man ja doch immer wieder darauf. Ich meine, ich kann schon nicht verstehen, dass diese Menschen überhaupt so etwas mitmachen, denn ganz ehrlich: Die Karriere hat es bisher bei niemandem gerettet. Im Gegenteil. Dabei sind die Menschen dort vielleicht sogar sympatisch oder haben ganz normale Hobbies, aber alles was sie tun wird vollkommen zerrissen und schlecht gemacht. Damit wir was zu lachen haben. Mir bleibt das Lachen dabei an den Fußsohlen kleben. Nicht witzig.
Was mich aber immer am Meisten erschüttert, sind die Prüfungen. Okay, wenn die das möchten, dann sollen sie im Schlamm baden oder im kalten Matschwasser nach irgendwelchen Sternen tauchen. Aber bei den Tieren hört der Spaß auf! Schafsgehirn? Schweineaugen? Kängeruhhoden? Rattenschwänze? Ernsthaft? Geht es noch? Im Ernst, glaubt ihr etwa, dass diese Tiere schon vorher tod waren und die alte, vergammelte Reste benutzen. Sicherlich nicht. Das bedeutet, für diese be* Show mussten zahlreiche, harmlose, unschuldige und lebenswerte Tiere ihr Leben lassen, nur damit die Menschen auf ihrem Sofa, die Hand in der Chipstüte, etwas zu lachen haben. Ich finde das einfach eckelhaft. Sorry, aber das ist meine Meinung. Ich finde Kackerlacken auch fies, aber dann leg ich mich auch nicht in einen Glaskasten voller Würmer und Krabbeltiere. Die haben doch eine heiden Panik. Und ja, auch Insekten sind Lebewesen. Vielleicht haben sie nicht so ein Gehirn wie wir, aber etwas hält sie am Leben und das sollten wir ihnen erhalten. Jetzt tauchte ein Bild auf, bei dem die Kandidaten einen lebendigen Hummer in den Mund nehmen mussten. Die waren unruhig, die wollten raus, beschweren sich die Kandidaten. Natürlich! Stellt euch mal vor, da kommt jemand, grapscht euch aus eurem Lebensumfeld heraus und steckt sich euch zur Hälfte in den Mund!
Ich kann das einfach nicht verstehen, wieso die Menschen so etwas machen und das auch noch lustig finden. Von der Massentierhaltung mal abgesehen ist das unter aller Würde! Und dafür muss man weder veganer oder vegetarier sein, sondern einfach nur nachdenken. Jeder, der diese Show guckt, unterstützt dabei das Leid, das diese Tiere durchmachen. Oder einen sinnlosen Grund, das sie ihr Leben lassen.
So. Das musste einfach mal gesagt werden. Ich bin stinksauer und absolut fassungslos, wirklich. Das musste einfach mal raus!