Samstag, 16. Dezember 2017

Rezension: Hourglass - Myra McEntire (Enthält gekennzeichnete Spoiler!)

@Goldmann-Verlag
Titel: Hourglass - Die Stunde der Zeitreisenden
Originaltitel: Hourglass
Autorin: Myra McEntire
Verlag: Goldmann
Format: Paperback
Seitenzahl: 384
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3-442-47563
Preis: 12,99
Übersetzung: Aus dem Amerikanischen von Inge Wehrmann
Erscheinungsdatum: Juni 2012
Reihe: Band 1 von 3
    Sie kann in die Vergangenheit sehen, er in die Zukunft. Zusammen sprengen sie die Grenzen der Zeit ...

    Die 17-jährige Emerson Cole sieht Dinge, die niemand sonst sehen kann: Es sind Geister, Menschen aus einer anderen Zeit. Keiner konnte ihr bisher erklären warum. Erst als sie Michael Weaver kennenlernt, den attraktiven Experten einer mysteriösen Organisation namens Hourglass, scheint ihre Welt wieder Sinn zu ergeben. Nicht nur fühlt sie sich zu ihm hingezogen, sondern er eröffnet ihr, dass sie eine besondere Gabe besitzt - sie kann durch die Zeit reisen. Nur deshalb hat Michael sie aufgesucht, und nur deshalb schwebt sie bereits in großer Gefar.
    Interessantes Cover, nach dem Lesen allerdings für mich nicht mehr ganz so toll. Ich kann Emerson in dem Mädchen nicht erkennen und die Schmetterlinge aus dem Glas ergeben für mich keinen Sinn. Ich mag lieber Cover, die für mich zum Inhalt beitragen oder zumindest passen, das sehe ich hier leider nicht. Auch nicht in einer Interpretation. Das Cover hat seinen winzigen Reiz nun ganz verloren.

    Ich sage es gleich zu Beginn ganz offen und ehrlich, ich habe mich mit diesem Buch wirklich schwer getan. Zwischenzeitlich, nach 2/3 des Buches, habe ich es abgebrochen und erst etwas anderes gelesen, ehe ich ihm noch eine Chance gab. Das lag aber vor allem daran, dass ich es hasse Bücher abzubrechen und keine allgemeine Rezension schreiben kann, wenn ich es nicht fertig habe. Ich mag angefangene Bücher im Regal nicht. Dann sehe ich sie immer an und denke: Ich will es nicht zuende lesen, aber wenn ich zu lange warte, muss ich nochmal von vorne anfangen, weil ich sonst nicht mehr weiß was passiert ist, und das will ich auch nicht. Also habe ich das Buch zuende gelesen. Zum Glück.
    Dabei fängt das Buch eigentlich gar nicht so uninteressant an. Da ist Emerson, das Mädchen das Menschen aus der Vergangenheit sehen kann und sich selbst für verrückt erklärt. Die seelische Probleme hat, mit denen sie zurecht kommen muss. Alles in erster Hinsicht viel versprechend für einen spannenden Roman. Leider ist dies hier, meiner Meinung nach, nicht geschehen.
    Der Schreibstil an sich ist die meiste Zeit gut, da die Sätzte flüssig und verständlich verfasst sind. Viel mehr hat mir der Inhalt zu schaffen gemacht, da es oft Unstimmigkeiten zwischen zuvor erzähltem und später geschehenem gibt. Ein Beispiel habe ich weiter unten angeführt, da es Spoiler aus dem hinteren Teil des Buches erhält und das jeder selber entscheiden muss.
    Mir fehlt auch an den Figuren die nötige Plastik. Handlungen wiedersprechen sich, Gespräche zwischen den Figuren sind mir nicht authentisch genug, oder genau das Gegentei von authentisch. Die Idee des Buches ist super, aber mir zu wenig durchdacht. Immer wieder machen Handlungen keinen Sinn oder werden geplant, aber anders ausgeführt. Vorherige Situationen bekommen später keine Bedeutung mehr, sind einfach weg, und die Gespräche und Gefühle der Figuren sind mir oftmals zu realitätsfern. 
    Zeitreise-Geschichten gibt es mittlerweile viele, diese hier ist meiner Meinung nach nicht gut genug durchdacht. Das Nowikok-Prinzip ist mit zwar neu, das war es aber auch schon. Es gibt keine Spannung, für Emerson ist ihre Fähigkeit selbstverständlich und lernen muss sie auch nichts mehr. Ich komme damit nicht zurecht, es langweilt und die komischen Gespräche haben mich genervt.
    Auch das Ende führt nicht dazu, dass ich unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Für mich ist Endstation. 


    Zum Inhalt ACHTUNG SPOILER!
    Es gab immer wieder Unstimmigkeiten, die mich gereizt haben:
    Emerson gesteht Michael mehrfach ihr Empfinden für ihn, wird barsch abgewiesen ohne einen sichtbaren Grund und ist nicht einmal verletzt. Ich verstehe auch nicht, warum es Thomas (ihrem Bruder) so wichtig ist, dass die beiden keine Beziehung haben, wo er ihr doch scheinbar gut tut. Und ich verstehe nicht, wieso es Thomas von Anfang an so wichtig war. Nicht immer besteht zwischen "Geschäftspartnern" ein sexuelles Begieren.
    Dann gibt es die Stelle, wo sie Liam zurück holen. Sie planen alles für die Zeitreise in die Vergangenheit und besorgen sogar alte Banknoten, damit sich Liam in der Vergangenheit für 6 Monate verstecken kann, ehe er wieder auftaucht. Dabei nimmt Emerson ihn mit in die Zukunft, weshalb ich mich frage, warum der ganze Stress? Warum Geld klauen? Und das es gemacht wurde wird auch nicht mehr erwähnt. Solche Unstimmigkeiten passieren leider in der Geschichte sehr oft.
    Michael wird mir zu wenig durchleuchtet. Angeblich kann er in die Zukunft sehen und reisen, aber später braucht Emerson ihn dafür nicht, sie kann es auch durch Cat, wobei vorher gesagt wird, dass es eher eine Symbiose der Fähigkeiten von Cat und Em oder Michael ist. Warum kann Michael Menschen aus der Vergangenheit sehen, wenn er doch eigentlich die Zukunft sehen sollte und Em kann das aber nicht? Es wird mir zu wenig auf Michael und sein Talent eingegangen.
    Hab es nur ausgelesen, weil ich es nicht mag abzubrechen. War aber ziemlich anstrengend und die Geschichte an sich ist toll, aber leider für mich nicht spannend genug erzählt. Hier fehlt mir diese gänzlich.
    "Hourglass‘ ist durch und durch ein Pageturner, der begeistert und es sehr schwer macht, auf die Fortsetzung zu warten." - Love Letter (01.06.2012)
    "'Hourglass - Die Stunde der Zeitreisenden' bietet alles, was gute Unterhaltung ausmacht." - Literaturmarkt.info (21.05.2012)
    "Eine Zeitreiseromanze mit viel Suchtpotential, die spannend und berührend zugleich ist." - Happy-end-buecher.de (16.05.2012)
    Myra Mcentire ist eine Autorin aus dem County-Ort Nashwille in Amerika. Dort zieht sie sich gerne in ihre Fantasie zurück und bannt diese auf Papier. Mit Hourglass ist ihr erster Roman in die Welt hinausgeschickt worden.

    Freitag, 15. Dezember 2017

    Rezension: Young Elites. Das Bündnis der Rosen - Marie Lu

    @Loewe-Verlag
    Titel: Young Elites - Das Bündnis der Rosen
    Originaltitel: The Rose Society: A Young Elites Novel
    Autorin: Marie Lu
    Verlag: Loewe-Verlag
    Format: Hardcover mit Schutzumschlag, Spotlack, Kaltfolie und Prägung; 15x22cm
    Seitenzahl: 416 Seiten
    Genre: Fantasy, 
    ISBN: 978-3-7855-8415-6
    Preis: 18,95
    Übersetzung: Aus dem Amerikanischen von Sandra Knuffinke und Jessika Komina
    Erscheinungsdatum: 2017
    Altersfreigabe: Ab 14 Jahren
    Reihe: Band 2/3
      Adelina hat nur ein Ziel vor Augen: Rache.
      An der Inquisition, den weißen Soldaten, die sie beinahe getötet hätten, und an der Gemeinschaft der Dolche, von der sie verraten und verstoßen wurde. Unter dem Namen Weiße Wölfin sucht sie gemeinsam mit ihrer Schwester nach weiteren Begabten, um ein eigenes Bündnis zu schließen. Mit dessen Hilfe wollen sie der grausamen Verfolgung durch die Inquisition für immer ein Ende bereiten. Aber Adelina ist alles andere als eine Heldin. Ihre finsteren Kräfte entgleiten mehr und mehr ihrer Kontrolle. Verzweifelt kämpft sie gegen diese innere Dunkelheit an - und droht, den Kampf zu verlieren.
      Wie auch schon im ersten Band, finde ich das Cover diesmal wieder passend. Es zeigt für mich die Protagonistin Adelina, mit ihrern weißen Haaren und verdeckt die, angeblich entstellte, Gesichtshälfte. Es passt optisch gut zu Band 1 und durch die rote Farbe des Einbandes auch zum Titel.
      Man startet sogleich mit der Sicht von Adelina Amouteru, gleich nachdem es auch hier wieder eine Karte der Orte gegeben hat. Mit einer kurzen Einführung geht es dann los mit dem "Stadtstaat Merroutas - Die Seelande" und somit mit der eigentlichen Geschichte.
      Auch hier gibt es abwechselnde Erzähler in Kapitel unterteilt. Neben Adelina (Ich-Perspektive) erzählen auch Raffaele Lauren Bessette (Er-Erzähler), Teren Santoro (Er-Erzähler) und Maeve Jaqueline Kelly Corrigan (Sie-Erzähler).
      Bei Adelina gibt es auch hier wieder Zitate oder Textausschnitte vor dem Kapitel, welche mal lang und ohne Pause, mal aber auch sehr kurz gehalten sind.
      Das Buch hat mir an sich sehr gut gefallen. Ich muss zugeben, dass ich es spontan aus der Bücherei mitgenommen habe und den Inhalt des ersten Bandes nicht mehr so richtig in Erinnerung hatte. Das habe ich vor allem am Anfang des Textes gemerkt. Doch je mehr ich gelesen habe, desto mehr konnte ich mich auch erinnern und wusste schließlich wieder alles wichtige aus Band 1, wodurch das Buch für mich nicht schwer zu verfolgen war.
      Adelina ist bei weitem keine Heldin, sie ist grausam und kaltherzig und doch verschenkt sie ihr Herz an viel zu viele Menschen. Ihre Kaltherzigkeit treibt sie in den Wahnsinn und doch kann sie es nicht lassen, sich selbst mit Dunkelheit zu füllen. Hier sieht man mal wieder, was es mit Kindern machen kann, die in einer grausamen Umgebung aufwachsen, wie es bei Adelina und ihrem Vater gewesen ist.
      Die Spannung war für mich durchaus vorhanden, teils auch durch die Momente der Panik in Adelina, wenn der Wahnsinn nach ihr ruft.
      Das Buch ist fast schon grausam für einen Jugendromen und die Altersangabe für meinen Geschmack durchaus berechtigt.
      Marie Lu schreibt verständlich, flüssig und mit der richtigen Dosis Details. Die Charaktere waren mir oftmals aber zu flach, die Protagonistin hin und wieder aber durchaus authentisch, auf ihre Art und Weise.
      Die Idee des Buches ist gut umgesetzt und mal etwas anderes, da die Protagonistin keine Heldin ist und dennoch zu einer werden könnte.
      Die Geschichte folgt einem roten Faden, der sich manchmal ein bisschen zu sehr in die Länge zog. Das Ende des Buches ist nicht vorhersehbar, allerdings einige Momente im Innenteil sehr wohl.
      Ich bin überrascht, wie vielen Personen Adelina ihr Herz schenkt, wo sie doch eigentlich kein liebendes Herz hat.
      Das Genre war wie auch bei Band 1 passend.
      Durchaus lesenswerte Fortsetzung von Band 1
      Marie Lu wurde 1984 in Shanghai geboren, ehe sie für längere Zeit ihr Dasein in Texas verbrachte. Von dort zog sie nach Kalifornien, wo sie an der University of Southern studierte. Gleich nach ihrem Abschluss arbeitete sie bei den Disney Interactive Studios, ehe sie ihr Herz an das Schreiben verlor. Nach ihrem Bestseller Erfolg mit der Legend-Trilogie lebt sie nun mit Mann und drei Hunten in Santa Monica, von wo aus sie das Meer sehen kann.

      Rezension: Die 5. Welle - Rick Yancey

      @Goldmann-Verlag
      Titel: Die 5. Welle
      Originaltitel: The Fifth Wave
      Autor: Rick Yancey
      Verlag: Goldmann
      Format: Taschenbuch Klappenbroschur, 12,5x18,7
      Seitenzahl: 496
      Genre: Dystopie
      ISBN: 978-3-442-48280-1
      Preis: 9,99
      Übersetzung: Thomas Bauer
      Erscheinungsdatum: TB 11.1. 2016
      Reihe: Band 1
        Sie kommen, um uns auszulöschen.
        Jeden einzelnen von uns.
        Bist du bereit zu kämpfen?

        Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. Nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Cassie hat seit der Ankunft der Anderen fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie vor dem Tod. Aber kann sie ihm trauen? Sie geht das Risiko ein und findet schon bald heraus, welche Grausamkeit die fünfte Welle für sie bereithält ...
        Zugegeben, dieses Cover spricht mich nicht an. Es ist das Cover des Films und die gehören meiner Meinung nach nicht auf ein Buch. Normalerweise meide ich Bücher mit den Filmcovern, aber einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul, oder? Ich mag Filmcover auf Büchern nicht, weil die Filme nicht immer die Imagination der Leser wiederspiegeln (können sie auch gar nicht) und manchmal leider figurlich total daneben liegen. Ich habe während des Lesens oft auf das Cover zurück geblättert und muss sagen: Cassie sieht in meinen Augen (und in der Beschreibung) keinesfalls so aus wie dieses Mädchen! Zugegeben, Chloë Grace Moretz ist hübsch, aber eben nicht so recht meine Cassie. Und auch Evan ist nicht so wie ich ihn mir vorstelle. Das ist schade, weil man durch so ein Cover vielen die Imagination, die das Buch liefert, wegnimmt.
        Das Originalcover hingegen finde ich optisch wirklich toll und es lässt Spielraum für eigene Interpretationen.
        @Goldmann-Verlag
        Ganz im Ernst? Ich habe mich mit dem Buch wirklich schwert getan. Irgendwie wollte ich nicht so richtig in die Geschichte kommen, alles zog sich unendlich hin, die Spannung dehnte sich so weit aus, dass es irgendwann einfach nicht mehr spannend war. Die unterschiedlichen Sichtweisen, die hier beschrieben wurden, waren anfangs wirr und unzusammenhängend und die Personen irgendwie durchsichtig. Nach der Hälfte des Buches habe ich mit dem Gedanken gespielt abzubrechen, weil mir zu wenig Aktion enthalten war. Ich tat es nicht, da ich bereits zwei angefangene Bücher aus denselben Gründen erst einmal beiseite legte. Am Ende wurde es durchaus nochmal spannend und auch interessant, wobei viele Momente, die ich erwartet habe, auch eingetroffen sind. Manchmal vertrauten mir die Menschen einander zu sehr, wo doch so oft betont wird, dass man einander eben nicht mehr vertrauen kann. Cassie war da anfangs etwas wortgetreuer, hat sich dann aber auch selbst darin verloren. Vielleicht liegt es an uns Menschen, dass wir genau dann vertrauen, wenn wir es uns nicht mehr erlauben sollen.
        Fakt ist, die Idee des Buches war gut und interessant, aber leider nicht so fesselnd wie erhofft. Langatmig war es und eintönig. Ich bin froh, dass ich es geschafft habe, aber auch froh, dass ich es bis zum Schluss gelesen habe, ohne abzubrechen, da es am Ende doch noch mal interessant wurde. Tatsächlich haben mir die Sichtweisen von Ben, nach denen von Cassie, beinahe am besten gefallen.
        Langatmig, aber im hinteren drittel doch noch mal spannend.

        Mittwoch, 6. Dezember 2017

        Gewinnspiel!

        Gewinnspiel!
        Wie versprochen gibt es passend zum Adventskalender auch ein Gewinnspiel. Teilnehmen könnt ihr bis zum 24.12. um 21.00 und zwar ab heute. Es wird ein Paket geben, welches neben Goodies von der Buchmesse auch Bücher enthält. Habt Nachsicht mit mir, das es sich hierbei auch um ältere Bücher (kein Urgestein) und Mängelexemplare halten muss, dafür aber mehrere).
        Für ein Los im Topf einfach diesen Beitrag kommentieren, wie ihr die Geschichten im Kalender findet und was vielleicht eurer bisheriger Favorit ist. Für ein weiteres Los kommentiert auch auf Facebook (achtet darauf dass ihr den gleichen Namen nutzt) und/oder Instagram.
        Am 24. lasse ich dann die Glücksfee entscheiden!
        Teilnahmebedingungen:
        - Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
        - Für eventuelle Verluste auf dem Postweg wird keine Haftung übernommen.
        - Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
        -Die persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet. Mit eurem Kommentar stimmt ihr zu.
        - Das Gewinnspiel läuft parallel auf meinem Blog und Instagram
        - Das Gewinnspiel endet am 24.12.17 um 21:00

        Sonntag, 3. Dezember 2017

        Adventskalender 2017

        Für all diejenigen, die es noch nicht gemerkt haben:
        Wir haben Dezember und damit ist der Adventskalender in vollem Gange!
        Ihr habt mir eure Geschichten geschickt und es sind wirklich richtig tolle Texte dabei, bei denen es mir viel Freude bereitet, diese laut zu lesen.
        Den Links zu allen Texten und den Audio-Versionen findet ihr gesammelt unter https://www.youtube.com/channel/UC9svO-oqVFcQQ0GAyWBh9KA

        Schaut vorbei, lasst eure Kommentare da und genießt die Zeit bis Weihnachten!
        Merry Christmas!

        Rezension: Der schwarze Schlüssel (Amy Ewing)

        @ S.Fischer Verlage
        Titel: Das Juwel - Der schwarze Schlüssel
        Originaltitel: The Black Key"
        Autorin: Amy Ewing
        Verlag: Fischer FJB
        Format: Hardcover
        Seitenzahl: 400
        Genre: Dystopie/ Fantasy
        ISBN: 978-3-8414-4019-8
        Preis: 18,99
        Übersetzung: Andrea Fischer
        Erscheinungsdatum: 2017
        Altersfreigabe: Ab 14 Jahre
        Reihe: Band 3 von 3
           
          Violet kehrt ins Juwel zurück - die Entscheidung
          Endlich bekommt Violet die Gelegenheit, sich an ihrer Herrin zu rächen. Der Geheimbund Der schwarze Schlüssel bereitet den Aufstand gegen den Adel vor, Violet soll die Rebellion anführen und die Mauern zwischen den Kreisen der Stadt zum Einsturz bringen. Doch ihre kleine Schwester Hazel sitzt im Kerker der grausamen Herzogin vom See. Nachdem Violet alles gegeben hat, um aus dem Juwel zu entkommen, muss sie jetzt ins Herz der Finsternis zurückkehren.

          Das fesselnde Finale der Bestseller-Trilogie >Das Juwel<
          Optisch passt das Cover sehr gut zu den beiden anderen Büchern. Es ergänzt sich gut und die schwarze Farbe orientiert sich toll am Titel, so wie es auch bei Band 2 der Fall war.
          Was mich aber stört und mir erst jetzt auffällt ist, das das Mädchen auf dem Cover braune Haare hat. Im Buch aber steht, das Hazel und auch Violet schwarze Haare haben. Demnach ist das Mädchen auf dem Cover nicht Violet sondern irgendein Mädchen, die nicht aus der Geschichte stammt. Schade.
          Trotzdem schönes Cover und auch hier wieder mit hervorgehobenen Glitterlementen auf dem Schutzumschlag.
          Das Buch startet direkt im Geschehen, Raven und Violet sind dabei die Mädchen aus Southgate und Co. in ihre Gaben einzuweisen, ehe es für diese zur Auktion geht. Dieses Jahr wollen sie das Juwel stürzen und die Mädchen nicht zu Surrogaten werden lassen. Nicht mehr.
          Spannungsmäßig hält sich das Buch gut an die beiden ersten, wenngleich die Spannung an sich nicht sonderlich hoch ist. Es passieren Dinge und es passieren schlimme Dinge, aber auf mich übertragen hat es sich nicht sonderlich.
          Die Geschichte scheint auf den ersten Blick wirklich gut durchdacht, folgt einem roten Faden und auch die Figuren sind noch immer sie selbst. Ich kam, obwohl die beiden ersten Bücher bereits eine Weile zurück liegen, recht gut in den Text rein. An manches hab ich mich erinnert, an manches nicht. Allerdings hat mir hier ein wenig die Authentizität gefehlt. 
          Irgendwie vermisste ich Raven und die anderen Mädchen, ich vermisste Ash und das Abenteuer. Irgendwie wirkte Violet so... leer? Manche Formulierungen der wörtlichen Rede waren merkwürdig übersetzt, Violet fehlte es an Charakter und irgendwie möchte ich es nicht, dass sie von allen nicht erkannt wurde außer von denen, bei denen es nicht schlimm war, da sie ihr helfen würden. Es war als würde Violet alles in den Schoß fallen und das hat genervt. Außerdem war mir Violet zu kaltherzig. Es sind Menschen gestorben, Menschen die sie kannte und liebte, und dennoch machte sie einfach weiter. Ein kurzer Moment der Überraschung und schon war es, als ob nichts passiert wäre. Hallo? Das waren ihre Freunde! Das macht doch irgendwas mit einem?
          Außerdem ist ihr und ihren Geschwister völlig egal, was mit der Mutter ist. Anstelle später erst einmal dorthin zu fahren und zu sagen, dass es ihnen gut geht, wandern sie Tagelang irgendwo rum. Alles erscheint mir ein wenig leer, zusammengewürfelt um endlich ein Ende zu schaffen, abgehetzt, stumpf. 
          Es war eine schöne Geschichte für zwischendurch und sie war auch gut, nur eben auch nur gut. Nicht mehr. Nicht der Abschluss, den ich erhofft hatte. Aber gut.
          Die Handlung war also für mich nicht immer nachvollziehbar und man kann sich bereits denken, wie das Buch ausgeht, anhand dessen, was sonst noch alles in dem Buch passiert.
          Genre war wie immer passend, wirklich nachklingen tut das Buch aber leider nicht.
          Nicht der Abschluss, den ich mir gewünscht hätte, aber dennoch gut.
          Amy Ewing ist selbst ein großer Fan von Fantasyliteratur. Sie ist in einer Kleinstadt bei Boston aufgewachsen, hat Kreatives Schreiben in New York studiert und lebt in Harlem. 
          Bei FISCHER FJB erschienen die drei Bände ihrer ›JUWEL‹-Trilogie, ›Die Gabe‹, ›Die Weiße Rose‹ und ›Der Schwarze Schlüssel‹ die große internationale Erfolge und SPIEGEL-Bestseller waren.
          (Zitiert von fischerverlage.de)

          Montag, 27. November 2017

          Rezension: Das Blubbern von Glück - Barry Jonsberg

          @cbt-Verlag
          Titel: Das Blubbern von Glück
          Originaltitel: My Life as an Alphabet
          Autor: Barry Jonsberg
          Format: HC, 12,5 x 18,3
          Seitenzahl: 256
          Genre: Roman
          ISBN: 978-3-570-16286-6
          Preis: 9,99
          Übersetzung: Aus dem Englischen von Ursula Höfker
          Erscheinungsdatum: 08.08.2016
          Altersfreigabe: Ab 10 Jahren
          Reihe: Nein

            Ein Buch, dass jeden Leser glücklich macht

            Hier kommt Candice Phee! 12 Jahre alt, wunderbar ehrlich und ein bisschen ... anders. Und auch wenn viele sie nicht auf Anhieb verstehen – Candice hat ein riesiges Herz. Sie ist entschlossen, die Welt glücklich zu machen. Nur leider ist das gar nicht so einfach ...
            Denn wohin Candice auch sieht – an jeder Ecke lauert das Unglück. In ihrer Familie, die früher vor Glück geblubbert hat, spinnt sich neuerdings jeder in seinem eigenen Leid ein. Ihr superkluger Freund Douglas Benson versucht seit Langem vergeblich, in eine andere Dimension zu reisen. Und ihr Haustier, Erdferkel Fisch, hat womöglich eine ernsthafte Identitätskrise. Candice macht sich ans Wunderwerk, um jedem Einzelnen von ihnen zu helfen. Und wie sie das schafft und zum Schluss wirklich jeder um sie herum ein dickes Stück glücklicher ist, das ist das Allerwunderbarste an ihrer Geschichte.

            Candice ist nicht wie alle anderen aber darum nicht weniger perfekt. Seit dem Tod ihrer Schwester fehlt in ihrer Familie das Glück. Und als es in der Schule die Aufgabe gibt, eine Autobiographie als Alphabet zu sich zu schreiben, da legt Candice erst richtig los. Während sie ihr Leben in einem eigenen kleinen Alphabet festhält, setzt sie alles daran, in ihrem Leben wieder ein bisschen Glück zu haben. Manchmal bringt sie bei ihren Versuchen die Menschen zum Lachen, manchmal zum Weinen. Aber das wichtigste ist, das nicht nur die Anderen, sondern auch Candice ein klein wenig glücklicher werden.
            Ich mag das Cover. Für mich drückt es den Inhalt der Geschichte gut aus und das ist nicht sonderlich leicht. Wie stellt man die Story einer (womöglich) authistischen zwölfjährigen da, die ihr Umfeld glücklicher machen will. Die Antowort ist: So. Ich finde beim Anblick blubbert es in einem ein wenig vor Glück, genauso wie beim Lesen.
            Dieses Buch ist mir zufällig bei ReBuy unter die Augen gekommen und prompt in meinem Warenkorb gelandet. Ich fand die Geschichte interessant und stellte sie zu meinem SuB in mein Regal. Kürzlich dann suchte ich nach einem Buch ohne Fantasy oder grausige Zukunftsszenarien, wie ich sie sonst gerne lese. Ich wollte ein Buch für das Herz und für ein positives Gefühl. Ich sah das Buch in meinem Regal und dachte: Das hier passt doch. 
            Ich brauchte nicht lange für die Geschichte von Candice und konnte es super zwischendurch lesen. 
            Candice ist ein außergewöhnliches Mädchen, ich muss sagen, das ich sie wirklich gerne zur Freundin hätte. Sie ist ehrlich, sie kann nicht anders, sie mag Wörter (sehr sogar) und ist eine treue Freundin. Sie macht sich Gedanken um das Wohlergehen anderer und versucht dieses aufrecht zu erhalten. Und das mit zwölf. Ich mag sie und ich mag ihre Art durchs Leben zu gehen. Es lässt einen nachdenken und reflektieren, zumindest war es bei mir so, und das ganz ohne Druck oder Zwang. Man tut es einfach.
            Die Geschichte hat keine richtige Spannung sondern immer wieder Momente in denen etwas mehr passiert und dann wieder etwas weniger. Und es passt zum Buch. 
            Der Autor schreibt verständlich, flüssig und direkt aus Candice' Kopf heraus. Direkt am Anfang wird klar, warum das Buch in A-Z unterteilt ist und jeder Charakter hat sein Leben und das ist zu spüren. Auch die anderen Charaktere sind mir sympathisch und ihre Anzahl durchaus angemessen. 
            Die Idee des Buches ist gut umgesetzt worden und der Inhalt ist mir auf diese Art und Weise noch nicht untergekommen. In dieser Kombination. 
            Die Geschichte hat einen roten Faden, dem sie folgt, und eine überzeugende Handlung.
            Das Ende an sich ist abgeschlossen, trotzdem bleiben bei mir Fragen offen. Wie ist es Candice' Eltern ergangen, was ist mit Douglas und Erdferkel-Fisch, was ist mit Jen und Denielle? 
            Sie alle haben ein Leben und ich würde wissen, wie es danach weitergegangen ist.
            Wie das Buch ausgeht weiß man am Anfang nicht, nur das es vermutlich in Kapitel Z passiert. Die Handlung ist nachvollziehbar und das Genre passend.
            Ein wundervoller Roman über das kleine bisschen Glück, das sich immer irgendwo versteckt. 
            Nach seinem Studium in Englisch und Pyschologie widmete sich Barry Jonsberg lange dem Beruf des Lehrers, ehe er sich ganz dem Schreiben widmete. Mittlerweile haben seine Bücher viele Preise gewonnen und er selbst gilt als einer der renommiertesten Kinder- und Jugendbuchautoren des australischen Raumes. Dort, genauer gesagt in Darwin, lebt Jonsberg mit Frau, Kindern und zwei Hunden.